Schule ohne Rassismus

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Ehemalige Schülervertreterinnen und -vertreter, damals insbesondere die Schülerinnen Adelina Elshani und Annika Ratajczak (ehemalige SV-Mitglieder, Kreisschülerratsdelegierte und Konferenzmitglieder), der Limesschule Altenstadt haben im Schuljahr 2014/15 gemeinsam mit Frau Reichard (damals noch Frau Vogt) das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ins Leben gerufen und beschlossen, an dem größten Schulnetzwerk Deutschlands teilzunehmen. Das Projekt befasst sich mit dem Thema Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art, wie man damit umgehen sollte und wie man Courage beweisen kann.

Um als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ anerkannt zu werden, müssen 70% aller Menschen, die an der Schule lernen, lehren und arbeiten (Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Schulleitungsmitglieder, Verwaltung und technisches Personal), sich mit ihren Unterschriften dazu verpflichten, künftig gegen jegliche Form von Diskriminierung an der Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.

Von den im Schuljahr 2014/15 insgesamt 1451 Schulmitgliedern konnten 1169 Unterschriften (das entspricht 80,6 %) gesammelt werden. Alle konnten sich dazu bekennen, eine Schule ohne Rassismus als selbstverständlich anzusehen und durch ihre Unterschrift ein Zeichen für Zivilcourage zu setzen.

Sie haben folgende Selbstverpflichtungen unterschrieben:

1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe einer Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem
gemeinsam Wege finden, uns zukünftig einander zu achten.

3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Die gesammelten Unterschriften wurden an die Bundeszentrale für politische Bildung geschickt und die Limesschule Altenstadt wurde als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ anerkannt.

Am 24. Januar 2015 bekam die Limesschule ganz offiziell die Urkunde überreicht. Herr Joachim Cott, ehemaliger Lehrer der Limesschule, Gründer der Geschichtswerkstatt Büdingen und Stadtverordneter von Bündnis 90/ Die Grünen, hat die Patenschaft für das Projekt übernommen.

Regelmäßig finden seither kleinere und größere Projekte statt, die teilweise mit finanzieller Unterstützung von „Demokratie leben“ (eine Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), von der SV bzw. von verantwortlichen Kleingruppen organisiert und gestaltet werden.

Die Limesschule möchte nicht wegsehen, sondern Courage zeigen.

Mit der Anmeldung ihres Kindes an der Limesschule bitten wir Sie, dies zur Kenntnis zu nehmen.

Julia Reichard
(Beauftragte „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”, Limesschule Altenstadt)

Link zur Internetseite: www.schule-ohne-rassismus.org

Ansprechpartnerin: Frau Julia Reichard